Die Wahrheit über Geld, Arbeit, BHs und Home Office

Seit 43 Tagen arbeite ich als Freelancerin. Das ist cool. Leider hab ich grad eine monströse Schreibblockade. Jedes Mal, wenn ich ein Word-Dokument öffne, werde ich aggressiv. Das ist nicht so cool. Weil Prokrastination mein vierter (hehe) Vorname ist, habe ich mich entschieden, dieses journalistisch wertvolle Listicle über meinen majestätischen Alltag im Home Office zu erstellen. 

Wenn du siehst, dass du die nächsten Monate von Aufträgen leben kannst:

Wenn du (links) dich von deiner alten Redaktion aka dem letzten sicheren Hafen verabschiedest: 

Die Erkenntnis am ersten Morgen, dass du Wecker und BHs ab sofort aus deinem Leben verbannen kannst: 

Realisieren, dass du auch im Pyji arbeiten kannst weil who gives a fuck: 

Wenn du trotz katastrophaler Selbstdisziplin deine ersten Deadlines einhältst:

Wenn du nach ein paar Tagen realisierst, dass du deine Büropausen ohne Bürogspändli verbringen musst: 

Wenn deine Mitbewohnerin spät nach Hause kommt: 

Wie du sie begrüsst: 

Dein Gesicht, wenn sie von ihrem Tag erzählt: 

Wenn sie schlafen geht und du noch arbeiten musst weil du den ganzen Nachmittag auf Tinder warst: 

Mittags allein in der Küche:

Wenn du Löhne verhandeln musst, weils jetzt echt ums Eingemachte geht: 

Wenn dein erster Lohn kommt: 

Wenn dir die Sozialversicherungsaufsicht erklärt, wie viel sie dir davon wieder wegnimmt: 

Die Angst vor einem möglichen Unfall, weil du den Scheiss jetzt selber bezahlen müsstest:

13. Monatslohn:

Wenn Freunde von mühsamen Sitzungen und überfüllten Pendlerzügen erzählen:

Fazit: 

About the author

Anne-Sophie Keller

Schweizer Journalistin.

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1 Comment

  • Liebe Anne-Sophie Keller
    Herzlichen Dank für Ihren Artikel «Männerzeug» in LEBEN | MM33,14.08.017. Somit bin ich auch wieder auf dem neustens Wissensstand, was in der Männerwelt so alles an den (Hippster-Bart)Haaren herangezogene Trends in Umlauf sind. Und ich bin wirklich froh, persönlich nicht jeden extrovertierten Schabernack mitmachen zu müssen. OK, ich habe auch meine persönlichen Erkennungsmerkmale und trage seit jeher meinen Schnauz und etwas markantere Backenbärtchen. Und dazu stehe ich, wider alle kurzlebigen Bewegungen, seit über 30 Jahren.
    Mein persönlicher Eindruck aus Ihrem Beitrag ist jedoch, dass die darin erwähnten maskulinen(?) «Befreiungsschläge» den feministischen Teil unserer Konsumgesellschaft stärker beschäftigt, als die tatsächlichen Jünger des Trendsets selber.

    Aus diesen Überlegungen und mit einem leichten Seitenhieb gegen den Feminismus, müsste der Titel lauten:
    Männerzeug – oder die neidischen Seitenblicke der Miss Gunst.

    Herzliche Grüsse

    Beat Luginbühl (52) glaubt
    an traditionelle Werte und
    den Sinn eines verantwortungs-
    bewussten Lebenswandels.

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